Das Musée de l'Orangerie ist das kleinste der großen Pariser Museen — und für viele Besucher das bewegendste. Seine zwei ovalen Säle wurden nach Monets eigenem Entwurf gebaut und umgeben Sie mit fast 100 Metern Seerosen im natürlichen Tageslicht.
Im Untergeschoss verbirgt sich ein zweites Museum vor aller Augen: die Walter-Guillaume-Sammlung mit Renoir, Cézanne, Modigliani, Matisse, Picasso und Rousseau.
Weil die Orangerie so kompakt ist, lässt sie sich leicht planen — aber ein paar Details machen einen echten Unterschied.
Tickets
- Standardticket: €12.50 — buchen Sie ein Zeitfenster auf musee-orangerie.fr
- Freier Eintritt: unter 18, EU-Bürger von 18–25 — und für alle am ersten Sonntag im Monat (vorab reservieren)
- Kombiticket mit dem Musée d'Orsay ist erhältlich und rechnet sich schon an einem Nachmittag
Das Museum ist klein, daher werden die Einlasszeiten durchgesetzt, und Mittagsslots sind in der Hochsaison schnell ausverkauft. Buchen Sie nach Möglichkeit einen Vormittagsslot.
Öffnungszeiten
- Geöffnet: Mittwoch bis Montag, 9:00 bis 18:00 (letzter Einlass 17:15)
- Geschlossen: Dienstag, 1. Mai, am Vormittag des 14. Juli, 25. Dezember
Beste Besuchszeit: Punkt 9:00. Etwa eine halbe Stunde lang sind die Seerosensäle fast leer — so, wie Monet sie gesehen haben wollte.
Anfahrt
- Metro: Linien 1, 8 oder 12 → Concorde (2 Min. zu Fuß)
- Lage: die westliche Ecke des Tuileriengartens, mit Blick auf die Place de la Concorde
- Vom Orsay: 15 Minuten zu Fuß über die Seine — die beiden Museen ergeben zusammen einen perfekten Tag
Die beiden Ebenen
- Oben — die Seerosen. Acht Paneele in zwei ovalen Sälen unter diffusem Oberlicht. Kommen Sie möglichst an einem hellen Tag: Die Paneele verändern sich mit dem Wetter draußen.
- Unten — die Walter-Guillaume-Sammlung. Eine erstaunliche Privatsammlung, an der die meisten Besucher vorbeieilen. Widmen Sie ihr die zweite Hälfte Ihres Besuchs.
Unser Orangerie-Highlights-Guide behandelt die zehn wichtigsten Werke auf beiden Ebenen.
Wie lange dauert ein Besuch?
60 bis 90 Minuten genügen — und genau das macht die Orangerie besonders. Sie ist das seltene Pariser Museum, das man erfrischt statt erschöpft verlässt.
Praktische Tipps
- Setzen Sie sich in den ovalen Sälen. Die Bänke in der Mitte stehen dort aus gutem Grund — die Paneele sind darauf angelegt, Sie zu umgeben. Gönnen Sie ihnen zehn stille Minuten.
- In den Seerosensälen gilt Stille — heben Sie sich Gespräche für das Untergeschoss auf.
- Das Morgenlicht ist am schönsten — die Säle leben vom natürlichen Tageslicht.
- Verbinden Sie den Besuch mit dem Orsay: Orangerie um 9:00, durch die Tuilerien spazieren, über die Seine, Orsay nach dem Mittagessen.
Zum Schluss
Die Orangerie verlangt so wenig — ein Zeitfensterticket, eine ruhige Vormittagsstunde — und schenkt dafür eines der großen Kunsterlebnisse Europas. Quetschen Sie sie nicht dazwischen. Lassen Sie ihr Raum.
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Noch unentschlossen, was Sie sehen wollen? Lesen Sie unseren Guide zu den 10 Highlights der Orangerie, oben und unten.
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